Feintool erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2025 einen Umsatz von CHF 334.5 Mio., ein Rückgang von 14.2 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode. In Lokalwährungen betrug die Abnahme 11.5 Prozent. Insbesondere die schwache Nachfrage nach Elektroblechkomponenten in Europa belastete die Entwicklung.
Break-Even-Schwelle gesenkt
Trotz des Umsatzrückgangs konnte die Break-Even-Schwelle weiter gesenkt werden. Das EBIT vor Sonderkosten belief sich auf CHF –0.8 Mio. (Vorjahr: CHF 0.2 Mio.), nach Sonderkosten lag es bei CHF –1.9 Mio. Kostensenkungen, Restrukturierungen sowie selektive Preiserhöhungen trugen zu dieser Verbesserung bei.
Globale Entwicklung
Während Europa schwächelte, entwickelte sich das Geschäft in den USA und Asien vergleichsweise stabil. In den USA baute Feintool seine starke Position im Feinschneiden und Umformen weiter aus. In China und Indien wurden wichtige Aufträge im Bereich Elektromobilität und Wasserstofftechnologie gesichert. Zudem startete der Bau eines neuen Werks in Pune, Indien.
Strategische Ausrichtung bestätigt
Feintool setzt auf drei Kerntechnologien: Feinschneiden, Umformen und Elektroblechstanzen. Parallel investiert das Unternehmen in Feinforming für Bipolarplatten, die in Brennstoffzellen und Elektrolyseuren eingesetzt werden. Mit 18 Werken weltweit kann Feintool lokal produzieren und Kunden zuverlässig beliefern.
Finanzielle Stabilität als Stärke
Trotz Verlusten weist die Gruppe eine Eigenkapitalquote von 55.5 Prozent aus und bleibt damit finanziell robust aufgestellt. Dies ermöglicht Feintool, langfristig als verlässlicher Partner aufzutreten und Aufträge zu sichern.
Ausblick
Für die zweite Jahreshälfte 2025 rechnet Feintool mit einer weiterhin angespannten Lage in Europa, während in Asien und den USA Wachstumspotenziale bestehen. Mittelfristig will die Gruppe eine EBIT-Marge von über 6 Prozent erreichen.