Die Polytec Group erzielte im ersten Halbjahr 2026 einen Konzernumsatz von 287.4 Millionen Euro. Dies entspricht einem Rückgang von 19.6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Das Unternehmen führt die Entwicklung vor allem auf die Veräusserung der Aktivitäten in Grossbritannien Ende 2025 und die Schliessung des Werks Weierbach in Deutschland Ende April 2026 zurück.
Ergebniskennzahlen verbessert
Trotz tieferem Umsatz erhöhte Polytec das EBITDA um 7.0 Prozent auf 22.6 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge stieg von 5.9 auf 7.9 Prozent.
Das EBIT verbesserte sich um 47 Prozent auf 8.3 Millionen Euro. Die EBIT-Marge erhöhte sich von 1.6 auf 2.9 Prozent. Das Ergebnis nach Steuern stieg von 1.4 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2025 auf 4.7 Millionen Euro.
Das Ergebnis je Aktie lag bei 0.21 Euro, nach 0.06 Euro im Vorjahreszeitraum.
Nettoverschuldung gesunken
Die Eigenkapitalquote betrug zum 30. Juni 2026 50.1 Prozent. Gegenüber dem Jahresende 2025 entspricht dies einem Anstieg um 3.9 Prozentpunkte, trotz der im Juni erfolgten Dividendenausschüttung von 4.4 Millionen Euro.
Die Nettoverschuldung reduzierte sich gegenüber Ende Juni 2025 um 43 Prozent beziehungsweise 22.5 Millionen Euro auf 29.6 Millionen Euro. Die liquiden Mittel lagen zum Halbjahresende bei mehr als 34 Millionen Euro. Der ROCE erhöhte sich von 2.2 auf 9.0 Prozent.
Non-Automotive-Geschäft im Ausbau
Neben der Optimierung des Automotive-Geschäfts entwickelt Polytec den Bereich Smart Plastic Applications weiter. Der Anteil des Non-Automotive-Geschäfts soll innerhalb von zwei bis drei Jahren auf rund 30 Prozent des Konzernumsatzes steigen.
Die Projektpipeline umfasst Anwendungen für Mehrweg-, Bau- und Industrielogistik. Als Beispiel nennt Polytec die vernetzte Logistiklösung Booxit. Das Unternehmen fungiert dabei als Industrialisierungspartner und exklusiver Lieferant.
Ausblick bestätigt
Polytec bestätigt die Prognose für 2026. Der Vorstand erwartet weiterhin einen Konzernumsatz zwischen 560 und 590 Millionen Euro sowie eine EBIT-Marge von rund 3 Prozent.