Operation Clean Sweep wird Teil der DNA von PlasticsEurope

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Fast 700 Unternehmen quer durch die Kunststoff-Wertschöpfungskette sind europaweit bereits Teil von Operation Clean Sweep (OCS) und tragen so dazu bei, das Aufkommen von Kunststoffgranulaten in der Umwelt zu verringern. Dies geht aus dem nun veröffentlichten OCS-Fortschrittsbericht von PlasticsEurope hervor.

Die Vermeidung von Granulat- und Pelletverlusten in der Kunststoffproduktion ist oberstes Ziel der Kunststofferzeuger, schon allein aus wirtschaftlichen Gründen. Die Branche will jedoch auch aktiv dazu beitragen, Umweltschäden durch Kunststoffe zu vermeiden. Ein wichtiger Hebel dafür ist es, das Aufkommen von in der Kunststoffproduktion eingesetzten Granulaten bzw. Pellets an Straßen, Fluss- und Küstenabschnitten zu reduzieren. Das Programm Operation Clean Sweep (OCS) der Kunststofferzeuger in Europa hat seit einigen Jahren genau das zum Ziel.

Der jetzt erschienene Fortschrittsbericht informiert über das bisher Erreichte beim Engagement gegen Granulatverluste: So traten inzwischen fast 700 Unternehmen dem OCS-Programm bei, darunter jüngst drei große europäische Häfen, die Kunststoffgranulat umschlagen – Cartagena und Tarragona in Spanien sowie Felixstow in Großbritannien. Ein weiterer wichtiger Meilenstein ist zudem das Bekenntnis aller Mitgliedsunternehmen bei PlasticsEurope, die Ziele des OCS-Programms europaweit umzusetzen.

Aktionsplan für ein Zertifizierungssystem

Im Zuge der Veröffentlichung des OCS-Reports wurde auch der Aktionsplan zur Entwicklung eines europäischen Zertifizierungssystems Null-Pelletverlust 2022 vorgestellt. Bei der Um­setzung arbeitet PlasticsEurope eng mit der Kunststoff-Wertschöpfungskette zusammen. Es gilt, wirkungsvolle und verpflichtende Anforderungen auf Basis der sechs Säulen der OCS-Verpflichtung festzulegen und diese regelmäßig von akkreditierten Fachleuten überprüfen zu lassen.

Ziel ist es, bis 2025 alle Mitgliedsunternehmen von PlasticsEurope extern prüfen zu lassen. „Dieser Ansatz ermöglicht es der Kunststoffindustrie, ihre Aktivitäten in Richtung einer Vermeidung von Pelletverlusten in die Umwelt deutlich zu machen und offen zu legen“, erklärte Dr. Markus Steilemann, CEO von Covestro und Präsident von PlasticsEurope. „Wir verbinden unser Engagement mit einer Einladung an die Kunststoff-Wertschöpfungskette, sich uns hierbei anzuschließen.“

Null-Granulatverlust sicherstellen

Pellets und auch Pulver und Flocken sind verschiedene Arten von Rohstoffen, die zu Kunststoffprodukten verarbeitet werden. Während in der gesamten Kunststoffindustrie hohe Umwelt-, Sicherheits- und Qualitätsmanagementkontrollen gelten, kann es auf verschiedenen Stufen der Wertschöpfungskette zu unbeabsichtigten Verlusten von Pellets und ähnlichen Stoffen kommen. Das OCS-Programm gibt Unternehmen Handreichungen, wie sich Granulatverluste vermeiden lassen. Es ist ein wesentlicher Bestandteil der freiwilligen Selbstverpflichtung 2030 von PlasticsEurope.

«Ich bin stolz darauf, dass PlasticsEurope der erste Wirtschaftsverband weltweit ist, der OCS für seine Mitglieder verbindlich gemacht hat», sagte Virginia Janssens, Managing Director von PlasticsEurope. «Das globale Problem des Pelletverlustes kann nur durch gemeinsames Handeln und zusammen mit der gesamten Kunststoff-Wertschöpfungskette gelöst werden», so Janssens.

Über Operation Clean Sweep

PlasticsEurope ist der europäische Koordinator der globalen Initiative Operation Clean Sweep (OCS), dem Programm hinter dem Ziel von Null-Pelletverlusten in der Umwelt. OCS richtet sich an alle Akteure in der Kunststoff-Wertschöpfungskette, von der Produktion über die Lagerung und den Transport bis zur Compoundierung und Weiterverarbeitung sowie dem Recycling. Das OCS-Programm basiert auf sechs Pfeilern: Verbesserung der Baustelleninfrastruktur, um Verschüttungen zu verhindern, Schaffung interner Verfahren, um den Verlust von Kunststoff­material zu stoppen, Mitarbeiterschulung und Rechenschaftspflicht, Auditierung, Einhaltung von Rechtsvorschriften sowie Sensibilisierung der Partner in der Lieferkette.

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