Der Non-Profit-Verein Recypac hat an seiner dritten Mitgliederversammlung in Bern eine positive Bilanz des Jahres 2025 gezogen. Im ersten operativen Jahr der nationalen Recyclinglösung für Plastik-Verpackungen und Getränkekartons erhielten rund 1.5 Millionen Konsumentinnen und Konsumenten Zugang zum RecyBag-System. Insgesamt wurden 478 Tonnen Sammelgut erfasst, wobei rund zwei Drittel der Mengen über den Detailhandel und der Rest über Gemeinden und private Recyclingunternehmen zusammenkamen.
Seit dem Start im Januar 2025 führten zahlreiche Städte und Regionen das System ein, darunter Basel, Lausanne, St.Gallen, Zürich sowie die Regionen Südostschweiz und Zimmerberg. Recypac und seine Partner bauten innert zwölf Monaten ein Netz von über 500 Sammel- und Verkaufsstellen auf. Dank der sogenannten «Durchlässigkeit» können Konsumentinnen und Konsumenten Sammelsäcke unterschiedlicher Anbieter unabhängig vom Kaufort an allen Sammelstellen zurückgeben.
Stärkere Kreislaufwirtschaft durch Partnerschaften
Ein wichtiger Meilenstein im Berichtsjahr war die Absichtserklärung zwischen Recypac und der InnoRecycling AG, Betreiberin des Sammelsystems «Bring Plastic Back». Dadurch wurde der Weg geebnet, den bestehenden Sammelsack künftig in das Recypac-System zu integrieren, während sich InnoWay stärker auf Sortierung und Verwertung konzentriert. Bereits im Mai 2025 hatte Recypac mit seinem Mitglied LEO-Recycle einen Sortiervertrag abgeschlossen und ist seither der nationale Anbieter, der Plastik-Verpackungen und Getränkekartons in der Schweiz sortieren kann.
Mit der Wahl von Philippe Model, Geschäftsführer der Innoplastics AG, in den Vorstand stärkte Recypac zudem die Vertretung der Entsorger in der Branchenorganisation. Ein externes Audit durch Neosys AG bestätigte, dass die Warenströme vollständig erfasst wurden und keine Hinweise auf Leakage bestehen. Für das zweite operative Geschäftsjahr setzt Recypac auf die Integration von «Bring Plastic Back» und die Vorbereitung auf neue Pflichten der künftigen Verpackungsverordnung.