Laut dem Bericht «Bioplastics Market Development Update 2025» soll die globale Produktionskapazität biobasierter Kunststoffe von 2.31 Millionen Tonnen im Jahr 2025 auf 4.69 Millionen Tonnen im Jahr 2030 ansteigen. Biobasierte Kunststoffe haben derzeit einen Anteil von 0.5 Prozent an der globalen Kunststoffproduktion von 431 Millionen Tonnen.
Innovative Polymere treiben die Entwicklung
Der Bericht zeigt ein starkes Wachstum bei biobasierten und biologisch abbaubaren Polymeren. Besonders Polyhydroxyalkanoate (PHA) und Polymilchsäure (PLA), Polypropylen (BioPP) und Polyethylen (BioPE) tragen zu den Kapazitätsschüben der kommenden Jahre bei. Die zunehmende Materialreife und diversifizierte Anwendungsfelder stärken die Marktposition dieser Polymere.
EUBP zu Marktpotenzial und Regulierung
«Der stetige Anstieg der Produktion biobasierter Kunststoffe unterstreicht die Rolle unserer Branche bei der Förderung einer nachhaltigeren Kreislaufwirtschaft», so Hasso von Pogrell, Managing Director/Reguilatory Affairs bei European Bioplastics. «Angesichts des zunehmenden Fokus von Verbrauchern und Regulierungsbehörden auf umweltfreundliche Materialien sind Biokunststoffe gut positioniert, um in verschiedenen Sektoren zu expandieren und zur Entwicklung der europäischen Bioökonomie beizutragen.»
Regionale Dynamik: Europa skaliert Schlüsseltechnologien
In Europa (EU27+3) entstehen zusätzliche Kapazitäten insbesondere für BioPP, BioPE und PHA. Damit setzt die Region weiterhin auf strategisch relevante Werkstoffe für Kreislaufwirtschaft und CO₂-Reduktion.
Auslastung und Produktionsrealität
Die globale Industrie erreichte 2025 eine durchschnittliche Auslastung von 72 Prozent und produzierte 1.67 Millionen Tonnen. Die Auslastungsgrade variieren je nach Polymer zwischen 28 und 100 Prozent. Europa lag mit 73 Prozent knapp über dem globalen Mittelwert.
Politische Rahmenbedingungen als Wachstumsfaktor
Für die weitere Entwicklung sind stabile Regulierungen entscheidend. «Die nächste Phase des Wachstums des Biokunststoffmarktes wird von klaren und stabilen politischen Rahmenbedingungen abhängen, die Innovationen und Investitionen fördern», so von Pogrell. «Da Biokunststoffe nun ausdrücklich in der neuen Bioökonomie-Agenda Europas anerkannt werden, wird eine kohärente Regulierung entscheidend sein, um ihr Potenzial in allen Branchen voll auszuschöpfen.»