MGS mit Hauptsitz in Germantown, Wisconsin, bietet als Contract Development and Manufacturing Organization Entwicklungs- und Fertigungsleistungen aus einer Hand – von der ersten Zeichnung bis zur verpackten Komponente. In Projekten für Pharma, Diagnostik und Medizintechnik stehen dabei hohe Stückzahlen, Wiederholgenauigkeit und die Einhaltung branchenspezifischer Qualitätsanforderungen im Vordergrund. Für den Spritzguss setzt MGS seit mehreren Jahren Maschinen von Krauss Maffei ein.
Reinraumfertigung mit vollelektrischer PX
Für Anwendungen in der Reinraumfertigung nutzt MGS unter anderem vollelektrische PX-Spritzgiessmaschinen mit LRX Linearroboter in Medical-Ausführung. Die Systeme sind für den Einsatz in Reinräumen nach ISO-Klasse 8 ausgelegt und verfügen unter anderem über eine automatische, geschlossene Zentralschmierung. Produziert wird mit rund 1500 Mitarbeitenden an Standorten in den USA, Costa Rica, Mexiko, Irland, Schweden, Deutschland, Belgien, Dänemark und der Slowakei. Wartung und Service werden über das internationale Servicenetzwerk von KraussMaffei unterstützt.
Prozessstabilität bei Multikavitäten-Werkzeugen
Viele Projekte bei MGS basieren auf Multikavitäten-Werkzeugen mit kurzen Zykluszeiten. Ziel ist eine hohe Reproduzierbarkeit über alle Kavitäten, insbesondere bei geringen Teilegewichten, wie sie unter anderem bei Labormaterialien üblich sind. Neben der Heisskanaltechnik kommt dabei der Stabilität des Schussgewichts eine zentrale Bedeutung zu. KraussMaffei setzt hierzu die Funktion APC plus ein, die Umschaltpunkt und Nachdruck schussweise an die jeweilige Schmelzeviskosität anpasst.
Kapazitätsaufbau bei dynamischen Projekten
Medizintechnikprojekte erfordern häufig einen raschen Produktionsanlauf und den Aufbau von Kapazitäten in engen Zeitfenstern. Krauss Maffei hat nach Unternehmensangaben mehrfach die Auslieferung und Inbetriebnahme einer grösseren Anzahl Maschinen in kurzen Zeiträumen begleitet. Dirk Paulmann, Vice President of Global Marketing bei MGS, fasst die Anforderungen wie folgt zusammen: «Wir brauchen Partner, die mit den [sic] Wachstumstempo unserer Kunden Schritt halten können. Krauss Maffei hat mehrfach bewiesen, dass es dieser Herausforderung gewachsen ist.»
A.i.r. Platform als Basis für Auto-Injector-Lösungen
Mit der A.i.r. Platform (Auto-injector reimagined) bietet MGS eine interne Plattform für Auto-Injector-Anwendungen an. Grundlage ist ein vollständig zertifizierter interner Mechanismus, dessen Aussendesign und Benutzeroberfläche an Marke, Therapie und Patientenanforderungen angepasst werden können. Laut MGS verkürzt dies Entwicklungszeiten, reduziert technische Risiken und soll den Weg durch regulatorische Prozesse bis zur Markteinführung beschleunigen. Zur Bedienung der steigenden Nachfrage nach dieser Plattform setzt das Unternehmen weiterhin auf Maschinen von KraussMaffei. Dirk Paulmann verweist in diesem Zusammenhang auf «die hohe Aufmerksamkeit und Unterstützung, die wir erhalten».